Smoothies mit Kohl, Kraut und Co.
Wintergemüse aus dem Glas
Auch wenn in der kalten Jahreszeit das Angebot an frischem Obst und Gemüse immer knapper wird, hält die Natur wahre Vitaminbomben für uns bereit. Wintergemüse wie Kraut und Kohl strotzen nur so von Vitalstoffen und sind zudem lange haltbar. Wer keine Zeit zum Kochen hat oder sich nicht an rohes Kraut heranwagt, findet hier drei tolle Smoothie-Rezepte, die den Organismus mit einem Glas mit all den essentiellen Nährstoffen versorgen. Denn Kohl und Kraut kommen jetzt in den Mixer!
Ganz nebenbei hilft saisonales Gemüse aus der Region unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.
Sauerkraut-Smoothie
Rezept für 2 bis 3 Personen
Sauerkraut ist das durch natürliche Milchsäure-Gärung konservierte Weißkraut (Weißkohl). Frisches Sauerkraut sollte nach dem Kauf sofort verwendet werden. Das sauer vergorene Kraut regeneriert den Darm und ist das klassische Naturmittel zur Entgiftung und Reinigung der Verdauungswege. Die Milchsäure tötet schädliche Bakterien, Pfarrer Kneipp nannte das Sauerkraut den Besen für Magen, Nerven und Blut.
Zutaten und Zubereitung
250 g mildes Sauerkraut in den Mixer füllen. Nicht waschen, denn dabei gehen Mineralstoffe und Vitamine verloren. 2 Äpfel waschen, mitsamt dem Kerngehäuse in grobe Schnitze teilen und dazu geben. Einige Weintrauben und 1 TL kalt gepresstes Nussöl hinzufügen, alle Sorten schmecken gut. Zuerst auf kleiner Stufe, dann auf der höchsten Stufe etwa 2 bis 3 Minuten mixen. Wasser zum Verdünnen nach eigenem Geschmack und Bedarf einrühren.
Variationen
Einge Haselnüsse, Walnüsse oder Madeln mitmixen.
Zum Apfel auch noch 1 Banane geben.
½ Bioorange mitsamt der Schale beimengen.
Äpfel durch Birnen ersetzen.
Äpfel durch ½ geschälte Ananas ersetzen, oder beides
verwenden. Hervorragend schmecken auch frische
Weintrauben oder (gut gewaschene) frische Feigen.
Gut für Sie:
Vitamin C-Quelle vom Feinsten
enthält 2 % Eiweiß
viel blutbildende Folsäure
Vitamin B12: ist normalerweise in Gemüse kaum enthalten
weitere B-Vitamine
viele sekundäre Pflanzenstoffe, die den Heilwert des Kohls
ausmachen
viel Blutgerinnungsvitamin K
viel Eisen, Jod und Mangan
Tipp: Sauerkraut beim Biohändler oder Bauern direkt aus dem Fass kaufen, es soll zart hellgelb bis beige aussehen. In Dosenware gibt es keine wertvollen Mikroorganismen mehr, sie wurden durch Sterilisation zerstört.
Karotten-Smoothie
Rezept für 1 bis 2 Personen
Karotten heißen in Amerika: Krebsbekämpfer. Tatsächlich sind die enthaltenen Karotinoide Schutzstoffe gegen Krebs, die effektiv arbeiten. Wenn eine menschliche Zelle bereits geschädigt ist, helfen sie bei der Reparatur. 1 Karotte/Tag halbiert bei Rauchern das Risiko, Lungenkrebs zu bekommen.
Zutaten und Zubereitung
200 g frische Möhren unter Wasser gründlich abbürsten, in grobe Stücke schneiden und in den Mixer geben. Frisches Karottengrün von zumindest 1 Möhre waschen und ebenfalls in den Mixer füllen. 1 Apfel mitsamt dem Kerngehäuse waschen, zerkleinern und dazu tun. 1 EL kalt gepresstes Pflanzenöl in den Mixer gießen. 1 TL Zucker oder Honig beimengen. 100 ml Wasser eingießen. Zuerst auf kleiner Stufe, dann auf der höchsten Stufe etwa 2 bis 3 Minuten mixen. Wasser zum Verdünnen nach eigenem Geschmack und Bedarf einrühren.
Variationen
1 Bund frischen Kerbel beifügen, wenn das Karottengrün fehlt. Auch Korianderblättchen, 1 Stängel Basilikum, 1 Hand voll Minze oder ½ Bund Petersilie schmecken gut.
1 Bio-Orange (mitsamt Haut und Kernen), ein paar Rosinen und einige Nüsse sind eine gute Ergänzung.
½ Becher Sahne verfeinert zusätzlich und macht das Smoothie noch bekömmlicher. Wenn man Sahne verwendet, kann die Ölzugabe entfallen.
Gut für Sie:
Alpha- und Beta-Karotin für einen ganzen Tag
einige B-Vitamine
viel ätherisches Öl
Folsäure
Flavonoide
Vitamin E, D und K
viel Pektin
Tipp: Je kleiner zerteilt die Karotte ist, desto einfacher hat es unser Körper, daraus Beta-Karotine (Vorstufe zum Vitamin A) aufzunehmen. Auch gekochte Karotten sind wertvolle Nährstoffspender, die heilenden Eigenschaften sind aber nur in der Rohkost vorhanden. Karotten sind durch den hohen Pektingehalt Schonkost für Magen und Darm. Pektin quillt im Magen auf und legt sich schützend über eine gereizte Magen- oder Darmschleimhaut. Diese Pektine senken auch den Cholesterinspiegel. Kalt gepresste Öle oder Butter (Sahne) enthalten Vitamin E, das unentbehrlich für die Verarbeitung des fettlöslichen Vitamins A in unserem Körper ist, ohne Fett sind Karotten halb so gesund.
Rotkraut-Smoothie
Rezept für 1 bis 2 Personen
Regelmäßiger Verzehr von Kohl (Kraut) in allen Varianten führt zum „Anti-Ulcus-Faktor“. Das bedeutet, Magen- und Darmgeschwüre werden verhindert oder sogar geheilt. Das funktioniert aber nur dann, wenn das Kraut roh gegessen wird. Rotkraut harmoniert hervorragend mit Ananas und Walnüssen oder Mandeln. Ein besonders gesunder sekundärer Pflanzenstoff ist das Glucosinolat, das außer im Kohl nur noch in Meerrettich oder Senf vorkommt.
Zutaten und Zubereitung
Rotkrautblätter (etwa 100 g) vom Strunk lösen, waschen und grob zerteilt in den Mixer geben. ½ Endiviensalat (etwa 100 g) ebenfalls waschen und grob zerkleinert beifügen. ½ geschälte Orange, in Stücke zerteilt, dazu geben. ½ Becher Sahne eingießen. Als Würze 1 TL Honig und 1 TL frischer Meerrettich. Zuerst auf kleiner Stufe, dann auf der höchsten Stufe etwa 2 bis 3 Minuten mixen. Wasser zum Verdünnen nach eigenem Geschmack und Bedarf einrühren.
Variationen
Statt Orange 1 Apfel verwenden, auch Erdbeeren oder Ribisel (Johannisbeeren) schmecken gut.
Endivie durch andere Salatsorten ersetzen.
½ Zitrone beifügen, dann mehr Honig verwenden.
Meerrettich weglassen und Kapuzinerkresseblätter, Gartenkresse, Radieschen- oder Kressesprossen verwenden. Auch Petersilie ist möglich.
Statt Schlagsahne Joghurt oder Milch nehmen, dann aber einige Tropfen kalt gepresstes Öl einmengen.
Hinweise
Die äußeren Hüllblätter entsorgen, sie enthalten vielleicht Umweltschadstoffe und sind außerdem ziemlich hart.
Die Farbstoffe des Rotkohls hinterlassen Spuren auf Händen und Schneidbrettern aus Holz, Zitronensaft kann dies verhindern.
Gut für Sie:
große Mengen Anthocyane (Farbstoffe), wie sie auch in blauen Beeren vorkommen
viel Vitamin C
Vitamine der B-Gruppe
Vorstufen zu Vitamin A, so viel, dass es für den ganzen Tag reicht
viel Eisen
Vitamine K und E

